Umziehen mit Steinen

Leere Kartons warten auf ihre letzte Verwertung...

Servus Leute, ja, ich hinke wieder hinterher. Mal wieder. Hat aber seinen Grund. Die einen oder anderen via Social Media haben es schon mitbekommen: Ich ziehe um. Oder mache eine Übersiedlung. Nennts wie ihr es wollt. Wie läuft so ein Umzug mit Steinen ab?

Wie jeder andere Umzug auch. Mit Fluchen, Ärgern, Ikea, Zeug schleppen und sich darüber wundern/aufregen, wie viel Mist man sich so über die Jahre angehäuft hat. Unabhängig davon, ob man 500 Meter (in meinem Fall) oder 250 Kilometer umzieht. Der Teufel steckt wie immer wieder im Detail.

Ich habe sechs Wochen vor dem Termin sämtliche Bestellungen aus China auf Eis gelegt, beziehungsweise verschoben auf einen (geplanten) Liefertermin für die neue Bleibe. Im Vorfeld habe ich bereits Gedanken gemacht, wohin ich zum Beispiel meine zwölf gebauten Modulars platzieren werde. Und die noch nicht aufgebauten. Denn… bei einem Umzug hat man schnell seinen „Pile of Shame“ vor Augen. Der Begriff kommt aus der englischen Sprache und bezeichnet wortwörtlich den „Haufen der Schade“, eher die Sets, die man gekauft hat und noch nicht aufgebaut hat. Kommt auch noch, obendrein, der Haufen an Sets, der schon gebaut und im Lagerraum in Kisten schlummert. Oder (teil-)zerlegt da drin ist.

Letztere sind überhaupt kein Problem, da packst die Kisten in der alten Bleibe, verlädst in den Transporter, fährst in die neue Bude und stellst die Kisten an den neuen gedachten Platz. Gleiches auch für die neuen Sets, die auf ein Review warten oder auf den Aufbau.

Schwieriger wirds aber mit größeren gebauten Sets. Da wäre zum Beispiel die Douglas C-47 von Cobi (Mein Review hier auf der Noppensteinwelt), welche ich nicht zerlegen möchte auf Grund der Aufkleber auf dem Rumpf. Dann noch die besagten zwölf Modulars, die stellen die Königsdisziplin dar.

Größte Sorge ist, dass Teile verloren gehen. Der Bruch stört mich weniger, weil das ist ja das Gute an Klemmbausteinen. Man bauts einfach wieder zusammen (Modellbau mit Gelinggarantie, wie es Thorsten Klahold so schön gesagt hat).

Im Grunde ist es so, dass ich für ein Standardmodular in 32×32 eine oder zwei 25l Tüten verwenden, die ich oben fest verschließe. Entweder mit so einem Plastikverschweißer (hatte ich mal, auch bekannt als Handsiegelgerät) oder einfach Oldschool mit einem oder zwei ordentlichen Knoten. Anschließend packe ich in einem Karton (oben offen) nur so viel rein, wie viele Platz haben. Ohne Stapeln oder Überlappen.

Glaubt mir, es fällt genug ab von den Gebäuden.

Bei einer kurzen Fahrt ist es wichtig, dass die Kartons oben offen sind, dass diese nicht belastet werden. So ist dann keiner verführt, doch noch einen 30 kg Karton mit Büchern draufzuwuchten.

Die Profis nutzen Samla von Ikea mit 130l (Klick). Oder andere Boxen, mindestens eine Innenhöhe von zirka 40 Zentimenter anbieten können. Falls ihr eine größere Umzugsfahrt hat, plant auch den Deckel dazu ein. Erstens sind die Boxen durchsichtig (ja, da sieht jeder, der nicht gerade acht Bar auf der Nadel hat, dass da empfindliche Ware drin ist). Und zweitens, die Anschlußverwendung von so einer großen Box ist auch nicht außer Acht zu lassen. Mit mehreren solchen Boxen kann man auch die Gattin (oder den Gatten) sicherlich geschmeidig machen, die lassen sich auch recht gut verkaufen später.

Soweit mal der Transport. Aber wie am Ankunftsort? Ganz wichtig: Baut erstmal die Regale und euren Bauplatz auf. In meinem Falle kommt noch dazu, dass er auch zukünftig für Retrocomputer/Retrokonsolen einsatzbereit sein muss. Sprich, auf einer Seite der Wand sind Klemmbausteine, auf der anderen alte Rechner samt Equipment für Reparaturen. Daher, wer falsch oder schlampig packt, muss mehrfach die Waren auspacken, umpacken, rumräumen und so weiter. Mit der Gefahr, dass gebaute Sets deswegen zerbröseln.

Soweit das mal dazu, ich bin sicherlich bis Mitte/Ende September damit beschäftigt, dass alles richtig abläuft beim Umzug. Den meisten Umzug (bis auf die schweren Sachen) machen meine Frau und ich samt dem Engerl und das ist leider so nicht auf einmal zu machen. Nicht, weil ich keine Freunde habe, aber wenn man Mittdreißiger ist, winken die Leute mittlerweile bei Umzüge ab. Und das kann ich verstehen, daher habe ich meine Freunde auch nicht damit belästigt.

Zukunftspläne? Bwah, erstmal den Umzug wuppen. Aber… die Tagen gehen die Modulars mal an den neuen Ort für die geplante Hafenlandschaft und ich hab aus dem Ausland noch ein rares Goodie fürs Frankensteins als Ausstellungsobjekt aufgetrieben. Lasst euch überraschen!

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Haut rein und baut fein!

Impressionen aus dem Umzug

PS: Wer Hundehaare auf dem Bild findet, kann sie behalten 😜 Kein tierhaarfreier Haushalt.

Autor: Alfonso

Enddreißiger, Familienvater, Klemmbausteinsüchtling. Schrieb früher für justbricks.de und ist auch als Moderator auf Noppensteinwelt.de unterwegs.

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